Newsletter 4transfer, Ausgabe 1/2026

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Liebe Leserinnen und Leser, 

 

wie kommt Wissen aus der Hochschule wirklich in die Praxis? Wie entstehen neue Ideen, die Gesellschaft und Wirtschaft spürbar weiterbringen? An genau diesen Themen arbeitet 4transfer und in dieser Ausgabe zeigen wir, wie wir an der DHSN Antworten darauf finden. 

 

Ob in der Jugendhilfe, beim kreativen Umgang mit Holz oder bei der strategischen Weiterentwicklung unserer Transferaktivitäten: An unseren Standorten setzen wir Ideen in die Praxis um, begleiten Projekte und schaffen Räume, in denen Menschen lernen, ausprobieren und etwas bewegen können.

 

In dieser Ausgabe laden wir Sie ein, Einblicke in spannende Projekte zu gewinnen, sich von Praxisbeispielen aus Wissenschaft und Wirtschaft inspirieren zu lassen und gemeinsam zu überlegen, wie wir weitere Ideen und Impulse erfolgreich in die Praxis bringen. Denn Transfer ist kein Schlagwort. Er entsteht durch Austausch, Tun, Lernen und gemeinsames Gestalten.

 

Bringen Sie Ihre Perspektiven ein und entdecken Sie, wie wir gemeinsam neue Wege für Innovation und Zusammenarbeit gestalten können.

 

Herzlich,

Prof. Dr. Ute Schröter-Bobsin
(Projektleiterin 4transfer an der DHSN)

Neu im Team:

Seit Januar verstärkt Doreen Schötz als Innovationsscout das Team von 4transfer an den Standorten Leipzig und Riesa.

Die Diplom-Ingenieurin für Verlagsherstellung interessiert sich besonders für die Frage, wie aus Ideen konkrete Zusammenarbeit entsteht. In ihrer Arbeit vernetzt sie Akteurinnen und Akteure aus Hochschule und Praxis, initiiert Austauschformate und begleitet die Entwicklung gemeinsamer Projekte.

Ihr Hintergrund in Organisationsentwicklung und Kommunikation hilft dabei, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Transfer aktiv zu gestalten.

 DHSN 

Transfer Audit an der DHSN gestartet

Die Duale Hochschule Sachsen führt 2026 ein hochschulweites Transfer-Audit durch – begleitet vom Stifterverband als erfahrenem und neutralem Partner. Ziel ist es, den Transfer strategisch weiterzuentwickeln und ein klares, profilbildendes Transferverständnis zu schärfen. Im Mittelpunkt stehen die systematische Weiterentwicklung bestehender Aktivitäten, die stärkere Verzahnung von Forschung und Transfer sowie die Erarbeitung einer tragfähigen Transferstrategie.

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 Breitenbrunn 

Peer-Beratung in der Jugendhilfe

Unterstützt durch 4transfer ist am Standort Breitenbrunn ein Projekt gestartet, das das international etablierte Konzept der Peer-Beratung im Kontext psychischer Erkrankung erstmals an der DHSN aufgreift und in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe umsetzt. Junge Menschen mit eigenen Erfahrungen psychischer Belastungen werden qualifiziert, um andere Jugendliche auf Augenhöhe zu unterstützen. Ziel ist es, Selbstwirksamkeit, Mut und Teilhabe zu stärken sowie niedrigschwellige Beratungsangebote im Alltag zu verankern.

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 Glauchau 

KI verbindet – Gemeinsam die Zukunft Westsachsens gestalten

Am Campus Glauchau trafen sich im Rahmen des 4transfer-Formats Cooperate! Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis, um gemeinsam über Chancen und konkrete Anwendungsmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz in Westsachsen zu sprechen. Eine inspirierende Keynote, praxisnahe Unternehmensbeispiele und lebendige Diskussionen zeigten, wie KI bereits heute Arbeit erleichtert und welche Rolle Zusammenarbeit für eine verantwortungsvolle Nutzung spielt.

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 Riesa 

4transfer vernetzt bei AlumniConnect+

Am 17. April öffnete der Studiengang Energie- und Gebäudetechnik den Campus für seine Alumni. Und 4transfer war mit einer interaktiven Transferstation am Multitouchtisch vertreten. Im Mittelpunkt stand der direkte Austausch mit den Alumni. Es wurden Themen aus dem Unternehmensalltag diskutiert, Herausforderungen sichtbar gemacht und Anknüpfungspunkte zu anderen Perspektiven entdeckt. 4transfer begleitete die Gespräche, vernetzte Teilnehmende miteinander und griff zentrale Impulse aus der Praxis auf. So entstand ein offener Raum für Dialog, neue Kontakte und erste Ideen für mögliche Kooperationen zwischen Hochschule und Praxis.

 Dresden 

Altholz neu denken – Perspektiven für die Kreislaufwirtschaft in Sachsen

Im Workshop „Altholz neu denken“, organisiert vom Reallabor Holzbau in Kooperation mit Zukunft Westerzgebirge e.V. und LignoSax e.V., diskutierten in Chemnitz Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis neue Ansätze für den Umgang mit Altholz. Im Fokus standen insbesondere Möglichkeiten, Holz stärker im stofflichen Kreislauf zu halten und nachhaltige Nutzungspotenziale besser auszuschöpfen.

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 Leipzig 

DHSN und 4transfer beim simul+ meets futureSAX Innovationsforum „Smarte Städte und Regionen“

Am 16. April präsentierten sich die Studienakademie Leipzig und 4transfer beim simul+ meets futureSAX Innovationsforum „Smarte Städte und Regionen“ in Chemnitz. In der Pitch-Session Smart Building & Living stellte Prof. Alexander Paar den Studiengang Nachhaltige Ingenieurwissenschaft für Immobilien und Anlagen vor und brachte diesen aktiv in den fachlichen Austausch ein. Vor Ort war 4transfer mit einem eigenen Stand vertreten und unterstützte zusätzlich die Präsenz der Studienakademie Leipzig. Beide Stände dienten der Ansprache und Vernetzung mit Praxispartnern und Unternehmen aus dem Innovationsumfeld. Darüber hinaus übernahm 4transfer einen Moderationspart im Rahmen der Veranstaltung und wirkte damit aktiv an der inhaltlichen Gestaltung des Programms mit.

 Dresden 

Holz – natürlich – anders: Kreative Ansätze im Möbeldesign

Im 4transfer-Format Cooperate! drehte sich bei „Holz – natürlich – anders: Kreative Ansätze im Möbeldesign“ alles um neue Wege der Ideenentwicklung. Im Mittelpunkt stand ein Design-Thinking-Sprint, bei dem die Teilnehmenden durch Perspektivwechsel, Interviews und die Arbeit mit Personas eigene Lösungsansätze entwickelten. Ziel war es, den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu stärken und neue Impulse für die Möbelbranche zu setzen.

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Impact – wenn Wirkung sichtbar wird

Wussten Sie schon, dass Impact nicht erst am Ende eines Projekts entsteht – sondern von Anfang an mitgedacht werden muss? Im Projektmanagement werden vom Leitbild aus Interventionen geplant und damit Kohärenz zwischen Zielen und Aktivitäten sichergestellt. Es ist aber ebenso essenziell umgekehrt zu denken und durch die Formulierung des Impacts am Beginn die Wirkungen der Interventionen sicherzustellen.

 

Impact beschreibt die beabsichtigten und tatsächlichen Veränderungen, die durch Projekte und Interventionen ausgelöst werden. Dabei geht es nicht nur um kurzfristige Ergebnisse, sondern vor allem um langfristige Wirkungen in einem Zeithorizont von mindestens 8 Jahren. Im Zusammenhang mit dem Impact ist auch immer von Outcomes die Rede. Outcomes sind unmittelbarere und damit kurzfristige und mittelfristige Effekte auf die Zielgruppen hinsichtlich Wissens/Fähigkeiten/Bewusstsein, Handeln und Lebenslage. Beides zusammen umfasst die Wirkungen einer Intervention.

 

Eine Wirkungslogik folgt dabei einer linearen Struktur vom Input zum Impact (IOOI-Methode). Die Aktivitäten als Interventionen tauchen in der Abkürzung der Wirkungslogik klassischerweise nicht als einzelnes Element auf, werden aber in der Praxis dennoch der Wirkungslogik hinzugefügt und sollen deshalb auch hier berücksichtigt werden.

 

 

Impact kann gemessen werden, ist aber auch ein gemeinsamer Lernprozess. Wirkungsorientiertes Arbeiten bedeutet, Annahmen transparent zu machen, Ziele zu schärfen und kontinuierlich zu reflektieren:  Sind wir noch auf dem richtigen Weg? Erreichen wir wirklich das, was wir verändern wollen? Impact ist damit mehr als ein Ergebnis – es ist eine Haltung.

 

Im Kontext von Innovation und Transfer kann Impact selbst zu den angestrebten Wirkungen gehören und gezielt durch Interventionen angeregt werden. Gemessen wird er durch eine systematische Datenerhebung – einen sogenannten Impact Survey. 

 4transfer Verbund 

Angezettelt! #4 – Wertschätzung zwischen Anspruch und Alltag

Im 4transfer Lab in Dresden stand dieses Mal ein Thema im Mittelpunkt, das im Verwaltungsalltag oft zu kurz kommt: echte Wertschätzung jenseits von Routinen und formalen Instrumenten. Ohne feste Agenda, dafür mit offenen Stationen und viel Raum für Austausch erkundeten die Teilnehmenden, wo Wertschätzung entsteht, wo sie verloren geht und wie sie im Arbeitsalltag sichtbar werden kann. Die vielfältigen Perspektiven aus Verwaltungspraxis und unterschiedlichen Institutionen machten den Nachmittag besonders wertvoll.

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 4transfer Verbund 

Creative Bureaucracy Townhall Saxony

Am 26.03. trafen sich rund 200 Verwaltungsmitarbeitende im Kraftwerk Mitte in Dresden, um mit kreativen Formaten neue Perspektiven auf die Zukunft der Verwaltung zu entwickeln. In Workshops und Diskussionen standen Themen wie Künstliche Intelligenz, Zusammenarbeit und Transformation im Fokus. Ziel war es, Räume für Austausch, Vernetzung und gegenseitige Inspiration zu schaffen und so das Potenzial eines modernen öffentlichen Sektors erlebbar zu machen. Ausgezeichnet wurden das Projekt „Johanngeorgenstadt'54“ (Jurypreis) sowie die Initiative „Café H36 Ellefeld“ (Publikumspreis).

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Ausblick & Termine

 19. Mai 2026  

 

Angezettelt!
Personalentwicklung. Machen wir, oder?

Wie entsteht gute Personalentwicklung im Verwaltungsalltag – und wer gestaltet sie eigentlich? Beim nächsten Angezettelt! am 19. Mai 2026 von 16–18 Uhr im 4transferLab Dresden treffen sich Beschäftigte aus der sächsischen Verwaltung, um Erfahrungen auszutauschen, neue Perspektiven kennenzulernen und alltagstaugliche Ansätze mitzunehmen. Das offene Format lädt dazu ein, gemeinsam über wirksame Personalentwicklung nachzudenken, Impulse zu sammeln und voneinander zu lernen.

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 20. Mai 2026  

 

Call for Pitches:
Ideenwettbewerb „Industrie. Neu. Denken.“ ist gestartet

Gesucht werden innovative Ideen aus den Bereichen digitale und intelligente Wertschöpfung (z.B. KI, Automatisierung, Robotik, Sensorik, datenbasierte Systeme) sowie nachhaltige und zirkuläre Wertschöpfung (z.B. Ressourceneffizienz, Recycling, neue Materialien, Circular Economy und energieeffiziente Produktion). Angesprochen sind insbesondere Forschende, Professorinnen und Professoren, Studierende sowie Gründungsinteressierte. Einsendeschluss ist der 20. Mai 2026. Falls Interesse besteht, unterstützt 4transfer gern bei der Einordnung, Abstimmung oder bei ersten Überlegungen zur Einreichung. Nutzen Sie die Gelegenheit, Forschungs- und Transferideen sichtbar zu machen, Partner zu gewinnen und innovative Ansätze weiterzuentwickeln.

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 Ab Herbst 2026 

 

Thesis in Transfer
Ideen aus der Hochschule. Impulse für die Praxis.

Ab September bringt 4transfer das Format Thesis in Transfer an die anderen Standorte. Während Breitenbrunn das erfolgreiche Konzept bereits in den letzten Jahren umgesetzt hat, wollen wir damit nun auch an anderen Studienakademien starten: Studierende mit spannenden Abschlussarbeitsthemen präsentieren ihre Projekte vor Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Ziel ist es, Erkenntnisse aus der Lehre direkt in die Praxis zu übertragen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

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Transferideen? Wir unterstützen Sie!

Arbeiten Sie an einem Thema mit Transferpotenzial oder entwickeln Sie Ideen, die in Wirtschaft, Verwaltung oder Gesellschaft Wirkung entfalten könnten? Dann kommen Sie gern auf unsere Innovationsscouts an den Standorten zu. Wir unterstützen Sie dabei, passende Partner zu finden, Formate zu entwickeln und Ihre Vorhaben sichtbar zu machen. Gemeinsam bringen wir Wissen in die Anwendung und Innovationen in die Praxis.

 

Als Innovationsscouts sind Maximilian Schmacht (Bautzen und Dresden), Sophie Gürtler (Plauen und Breitenbrunn), Wolfgang Förster (Glauchau) und Doreen Schötz (Leipzig und Riesa) Ihre Ansprechpersonen. Darüber hinaus stehen Ihnen Lisa Eggerichs (Impact Survey), Franziska Lorenz (Reallabor Holzbau) und unsere Standortleiterin Jana Kausch mit Rat und Tat zur Seite. Wir freuen uns darauf, Ihre Ideen zu begleiten und gemeinsam etwas zu bewegen!

4transfer – Innovationsverbund

 

Redaktion: Doreen Schötz
Duale Hochschule Sachsen, Studienakademie Leipzig 
Schönauer Straße 113a, 04207 Leipzig 
doreen.schoetz@dhsn.de 

Bildnachweis: Foto Doreen Schötz und Foto Creative Bureaucracy Townhall Saxony © Crispin-Iven Mokry; alle weiteren Fotos © 4transfer